Kalt gebrühter Tee – Was ist dran

Cold Brew Tea – kalt gebrühter Tee!

Der Cold Brew Tea – kalt gebrühter Tee erfreut sich als Getränk gerade im Sommer großer Beliebtheit. Ist er doch erfrischend und schmeckt sehr lecker! Dabei hat er mit einem klassischen Eistee nichts gemein.

Zubereitung Cold Brew Tea – kalt gebrühter Tee

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Einfach die Teekräuter in eine Karaffe oder Flasche geben. Nun wahlweise mit bis zu einem Liter kaltem Wasser aufgießen. Dann die Teekräuter dazu und die Karaffe bei Raumtemperatur stehen lassen. Alternativ in den Kühlschrank stellen. Bei einem Liter Tee eignet sich eine Ziehzeit im Raum von sechs bis zwölf Stunden. Im Kühlschrank eher zwischen acht bis zwölf Stunden. Fertig!
Diese Art der Teezubereitung braucht also kein besonderes Rezept oder gar aufwändige Arbeitsschritte.
Ebenso kann man aus allen vorhandenen Tees frei wählen. Ob Grüntee, Oolong, weißer Tee, Rooibos oder ein grüner Bio-Kräutertee wie unser BASENTEE – sie alle schmecken aromatisch und frisch.

Unterschied Cold Brew Tea und Eistee

Der offensichtlichste Unterschied ist in der Machart: Werden beim Cold Brew Tea die Teeblätter im kalten Wasser gezogen, so wird werden sie beim Eistee mit heißem Wasser aufgebrüht. Den Eistee kühlt man dann vorm servieren wieder runter. Der CBT ist ja bereits kalt. Zum Servieren kann man bei beiden Tees Eiswürfel benutzen.

Durch das heiße Aufbrühen kommen die in den Teeblättern enthaltenen Aromastoffe wesentlich schneller und kräftiger heraus. Vor allem die bitter-herb schmeckenden Tannine (Gerbstoffe, die zu den pflanzlichen Sekundärstoffen gehören und vorrangig auf die Verdauung einwirken) kommen beim Aroma so deutlicher zum Tragen. Damit der Tee dennoch ‚lecker‘ bleibt wird z. B. bei vielen industriellen Eistees Zitronensäure, Zucker oder Süßstoffe zugesetzt.

Zum Unterschied dazu werden die Teeblätter oder Kräuter beim CBT im kalten Wasser und mit längerer Ziehzeit zubereitet. So werden die in den Teemischungen enthaltenen Inhaltsstoffe langsamer und ‚sanfter‘ ans Wasser abgegeben. Durch das kalte Wasser lösen sich wesentlich weniger Bitterstoffe und Koffein, wodurch der Tee wesentlich aromatischer im Geschmack wird. Gerade ein schwarzer Tee oder auch der Oolong provitieren davon. Die kalte Herstellungsart lässt sie meist wesentlich angenehmer munden, als es bei einem Grüntee oder dem ‘weißer Jasmin’ der Fall ist. ‚Tricks‘ mit Zucker oder Zitronensäure braucht man somit nicht! Neben einer deutlichen Aromavielfalt sowie Geschmack, sind beim Kaltziehen auch mehr Polyphenole im Tee. Diese aromatischen Verbindungen, die auch zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, gelten als sehr gesundheitsfördernd. So wirken manche von ihnen entzündungs- und sogar krebsvorbeugend.

Der für die ‚Cold Brew‘-Anhänger größte Pluspunkt ist somit auch der Geschmack. Den meisten Personen schmeckt er sanfter, weicher, samtiger oder vielfältiger gegenüber heiß gebrühtem Tee.

9 Tipps für einen kalt aufgegossenen Tee

  1. Zur Herstellung eines CBT kann man jede Teesorte auch kalt zubereiten. Manche schmecken besser, andere weniger. Hier sollte man einfach verschiedene Sorten testen. Tees mit hohem Anteil grüner Kräuter und Blätter sind oftmals deutlich milder, als bei Tees die viele Früchte enthalten. Diese sind dafür wesentlich runder im Geschmack.
  2. Es sollte unbedingt auf Bio-Tee geachtet werden. Durch die lange Ziehzeit werden sonst bei vielen konventionellen Teesorten auch unerwünschte Zutaten wie die verwendeten Pestizide, Herbizide, Insektizide und chemischen Dünger mit im Teewasser landen.
  3. Wenn man einen Tee im Beutel nimmt, so empfiehlt es sich auf einen Schwimmbeutel aus kompostierbarem Bio-Zellstoff zu achten, so wie zum Beispiel unser M. REICH BASENTEE.
  4. Es sollte ein möglichst kaltes, weiches, sauerstoffreiches Wasser genommen werden. Wenn das nicht verfügbar ist gehen auch ein stilles Mineralwasser oder gefiltertes Leitungswasser.
  5. Es gilt: Je kälter das Wasser, desto länger muss der Tee ziehen.
  6. Die Ziehzeit kann, abhängig von der verwendeten Teesorte, gern 6 bis 12 Stunden betragen. Tipp: Einfach abends eine Kanne aufsetzen, über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag genießen.
  7. je grober die Beschaffenheit des Tees ist, desto mehr Zeit braucht’s für die Inhaltsstoffe. Aus losen ganzen Teeblättern lösen sich die Aromen und Wirkstoffe nun mal gemächlicher als aus einem geschnittenen Tee. Doch Achtung: bei einem extremen Feinschnitt sind im Vorfeld schon oftmals die ätherischen Öle verflogen. Den besten Kompromiss bietet da ein Grobschnitt an.
  8. Die Verwendung von Eiswürfeln muss jeder selbst entscheiden. Je nach Menge verwässern sie den Geschmack ein wenig, doch ist ein kalter Schluck im Sommer ja auch mal ganz schön.
  9. Ebenso, ob man dem Aufguss noch ein paar Spritzer Zitrone, etwas Ingwer oder ein wenig Honig und Süße für die persönliche Note zugibt. Einfach probieren, wie man den CBT am liebsten trinkt!

Fazit

Auch wenn wir bei Tee erstmal Bilder wie ‚grauer Herbst, trübes Regenwetter, schönes Buch und ein bequemes Sofa‘ im Kopf haben mögen, so funktioniert ein Cold Brew Tea ganz wunderbar auch als kühle Erfrischung – und das im Sommer ebenso wie im Winter. Die neuen Geschmacksmomente, die sich durch die alternative Zubereitung ergeben, werden auch bei bereits bekannten Teesorten für neue Aha-Effekte sorgen.
Außerdem ist die Zubereitung mit kaltem Wasser auch für Faule sowie Reisende leicht umzusetzen, braucht es doch keinen Teekocher, Strom etc. Einfach Teekräuter, Wasser, eventuell ein Kühlschrank und Zeit – fertig!

Also: Wer seinen Tee noch nie ‚kalt gebrüht‘ genossen hat, weiß nicht, was einem da entgeht!

Infos zur Wirkung von Teekräutern findest du HIER!

Tipps für Tee als Fastenbegleiter findest du HIER!

 

Eine Idee zu “Cold Brew Tea – kalt gebrühter Tee!

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