Start in die basische Ernährung
Start in die basische Ernährung

 

Du planst deinen Start in die basische Ernährung? Du bist auf das Thema Säure-Basen-Haushalt gestoßen? Oder hast etwas zur Übersäuerung gelesen? Nun willst du dich gesünder ernähren, doch hast noch Fragen?
Darum sind hier alle wichtigen Dinge rund um den Start in die basische Ernährung!

 

Das ist die basische Ernährung

Die basische Ernährung basiert auf der Unterscheidung der Lebensmittel in basenbildend und säurebildend. Dabei ernährt man sich im Alltag basisch, bzw. basenüberschüssig. Eine Ausnahme stellt das Basenfasten dar. Dies ist eine Fastenart bei der man sich ausschließlich basisch ernährt.

Mehr zum Unterschied der basischen und basenüberschüssigen Ernährung findest du HIER!

Die 6 Vorteile des Basenfasten erhältst du HIER!

9 Tipps für Neulinge des Basenfasten gibt es HIER!

 

Über Säuren und Basen

Säuren begegnen uns laufend im Alltag. Die Kohlensäure in der Cola, die Fettsäuren im Olivenöl oder die Aminosäuren im Eiweißshake. Doch wie man schon ahnt: Basen und Säuren sind nicht per se gut oder schlecht. Es kommt auf die Balance an. Also das Säure-Basen-Gleichgewicht. Dies ist insbesondere für unser Blut wichtig.

Der Säure- oder Basenwert einer jeden Flüssigkeit, auch unseres Blutes, wird auf der pH-Skala angezeigt. Die pH-Skala reicht von 0 (stark sauer) bis 14 (stark basisch oder alkalisch). Ein pH-Wert von 7,0 stellt die Mitte einer pH-Skala da und ist neutral.
Im gesunden Blut ist der pH-Wert leicht basisch. Es hat dann einen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45. Normalerweise hält der Körper dank der Puffersysteme den pH-Wert des Blutes nahe an 7,40.

Für die Puffersysteme des Säure-Basen-Gleichgewicht benötigt der Körper vor allem Mineralstoffe. Bei entsprechender Säurelast, welche sogar ggf. langfristig droht in Erkrankungen oder gar die Übersäuerung (Azidose) abzurutschen, werden die Säuren mit Mineralstoffen gebunden und neutralisiert. So bleibt unser Blut, als wichtiges Transportsystem des Körpers und Organismus, dank der Säure-Basen-Regulation, immer im Gleichgewicht und fließfähig.

 

Über den pH- und PRAL-Wert

Was sauer und was basisch ist wurde 1911 vom schwedischen Biochemiker Ragnar Berg bestimmt. Er gilt als einer der Urväter des Säure-Basen-Haushalt. Er fand anhand der Asche von verbrannten Lebensmitteln heraus, dass diese einen unterschiedlichen Gehalt an Mineralien aufweisen. Also Gemüse andere Werte als Obst usw. Je nach Lebensmitteln ordnete er deren Werte dann in sauer und basisch ein. Berg prägte so auch die Begriffe der Übersäuerung und Entsäuerung.
Nachteil seiner Messmethode ist jedoch, dass diese Methode keine Aussagefähigkeit über die Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln in unserem Körper hat! So ist zum Beispiel eine Zitrone vom Geschmack und ihrem pH-Wert her sauer. Aber: Sie enthält so viele Mineralien, dass sie basisch verstoffwechselt wird.

Wegen diesem Nachteil an Bergs Methode veröffentlichten 1995 die beiden Professoren Friedrich Manz und Thomas Remer die PRAL-Tabelle. In dieser waren die Lebensmittel nach ihrem PRAL-Wert in basenbildend und säurebildend eingeteilt. PRAL ist Abkürzung von ‘potential renal acid load’, also der möglichen Nierenbelastung. Denn die Entgiftung geschieht maßgeblich über die Nieren. In ihnen erzeugt jedes Lebensmittel bei der Verstoffwechselung eine unterschiedliche Säureausschüttung und somit auch eine andere Belastung der Nieren. Der Vorteil von diesem Messverfahren: Es berücksichtigt die mitunter hochkomplexen Prozesse des Stoffwechsel im Körper und nicht allein den Mineralstoffgehalt der Asche eines Lebensmittels.

Diese zwei ganz unterschiedlichen Messverfahren sind übrigens auch mit ein Grund, warum es unterschiedliche Tabellen für den Säure-Basen-Haushalt gibt.

Wenn du mehr über die verschiedenen Tabellen lesen möchtest, dann klick HIER!

 

Saure und basische Lebensmittel

Im Allgemeinen kann man sagen: Basisch wirken sich reifes Obst, knackiges Gemüse und Salat, leckere Saaten und würzige Kräuter aus. Zum Beispiel Beeren, Datteln, Brokkoli, Kartoffeln, Zucchini usw.
Säurebildende Nahrungsmittel hingegen sind im Allgemeinen tierische Produkte. Also Fleisch und Fleischprodukte wie Wurst oder Innereien wie Leber, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte wie Köse. Doch auch Softdrinks, Fastfood, Alkohol, Tabak usw.
Hülsenfrüchte und Getreide sind etwas kniffliger. So sind diese beiden zumeist auch Säurebildner, aber: Wurden sie zuvor gekeimt, so sind sie basisch. Denn durch das Keimen bilden sich viele Enzyme. Die stoffwechselaktiven Enzyme verbessern das Korn und es wird dadurch basisch.

Zudem unterscheidet man beim Thema Säure-Basen-Haushalt die säurebildenden Lebensmittel.
Diese werden, je nach Menge an Vitalstoffen, in gute und schlechte bzw. schwache und starke Säurebildner unterschieden.

Mehr darüber liest du HIER! 

 

Nährstoffe aus Pflanzen

Was man oberer Auflistung gut erkennen kann ist, dass ein Start in die basische Ernährung zugleich auch ein Start in die vegane Ernährung ist. Wer dem skeptisch gegenübersteht und nicht auf tierische Produkte verzichten will kann dennoch beruhigt sein: Zwar ist die basische Ernährung eine überwiegend pflanzliche Ernährungsform, doch kann man auch wenige Säurebildner zu sich nehmen.
Also etwas mageres Fleisch zum basischen Salat oder ein wenig magerer Fisch mit viel Gemüse beim Grillabend.
Das Verhältnis sollte langfristig 80/20 Basen und Säuren betragen. Also viermal so viel Basen wie Säuren. Dies geht einfach, beachtet man eine abwechslungsreiche, pflanzliche Ernährung.

Mehr über die basenüberschüssige 80/20-Regel findest du HIER!

Iss jeden Tag einen Regenbogen

Dies ist eine klassische Regel zum Wohl unseres Organismus. Gemeint ist damit, dass man viel Abwechselung in seinem Speiseplan hat. Also einen Tag die rote Paprika, die orangenen Karotten, der grüne Salat und anderntags die grüne Zucchini, die Orange, die lilafarbene Aubergine usw.
Der Vorteil dieser bunten Ernährungsweise ist, dass man so ausreichend mit gesunden Nährstoffen versorgt wird. Also Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Ballaststoffe und unzählige Vitalstoffe.

Also: Zur Freude des Körpers – iss jeden Tag einen Regenbogen!

Wie ein basischer Regenbogen aussehen kann, dazu findest du HIER mehr!

Mehr über unseren BasenBrei als Frühstück liest du HIER!

 

Bedeutung von Vitalstoffen

Ein Start in die basische Ernährung ist zugleich auch ein Start mit mehr Vitalstoffen. Insbesondere hierauf liegt ein Augenmerk der basischen Ernährung. Vitalstoffe ist ein vom deutschen Chemiker und Ernährungswissenschaftler Hans Schweigart 1935 eingeführter Begriff. Darunter versteht man heute sämtliche Mikronährstoffe ‚mit Wirkmechanismus‘. Also alle Mikronährstoffe die dafür notwendig sind, dass unser Stoffwechsel perfekt läuft. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essentielle Fettsäuren, essentielle Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Bei der basischen Ernährung stehen vor allem die Mineralstoffe im Fokus. Bei den Mineralstoffen zählt man zu den basischen Mineralstoffen Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium. Demgegenüber zählen zu den sauren Mineralstoffen Chlor, Fluor, Jod, Phosphor, Schwefel und Silizium.

Gerade auf all diese kleinen Helfer in Form der Vitalstoffe kommt es viel mehr an, als viele Menschen denken.
So liegt oftmals der Fokus stark auf den Makronährstoffen (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett). Doch braucht es für einen gesunden Körper mehr. Für all die kleinen Stellrädchen in uns brauchen wir vor allem die Vitalstoffe.
Alle Körperfunktionen wie zum Beispiel Verdauung, Darm, Stoffwechsel usw. funktionieren besser, je besser die Nährstoffversorgung ist! Dies ist ein Vorteil der bunten, pflanzlichen und basenüberschüssigen 80/20-Ernährung, nimmt man so doch besonders viele Vitalstoffe auf!

Mehr über Nährstoffe und den Säure-Basen-Haushalt liest du HIER!

 

Start in die basische Ernährung

Wie läuft so ein Start in die basische Ernährung nun ab? Dazu gibt es ein paar wenige und einfache Tipps:

1. Tausche nach und nach aus!

Vielleicht hast du recht viel säurebildende Nahrungsmittel zuhause? Dann brauch sie auf und kauf eine basische Alternative nach. Also statt dem sauren Salatdressing künftig ein selbstgemachtes Dressing. Dazu reichen schon Olivenöl und etwas Zitronensaft. Statt Zucker im Kuchen nimm ein basisches Dattelmus. Statt Industriejoghurt lieber echtes Obst. Oder statt den sauren Süßigkeiten lieber eine Handvoll basische Mandeln. Auch sind schwache Säurebildner wie Nüsse immer noch ein besserer Ersatz.

2. Reduziere die säurebildenden Produkte!

Wenn du nicht ohne säurebildende Nahrungsmittel auskommst, dann reduziere sie. Also weniger Käse und weniger Fleisch. Speck und Eier nicht schon zum Frühstück usw.
Nutze dabei die 80/20-Regel als Ziel.

3. Stetig schlägt schnell!

Wer von einem auf den anderen Tag alles ändert, wird mit Sicherheit scheitern. Die Praxis zeigt einfach, dass eine allmähliche Umstellung dauerhaft besser funktioniert. Wer jahrelange viel säurebildenden Speisen wie Fastfood, Tiefkühlpizza, Chips, Schokolade usw. isst, sollte sich Zeit geben für eine Ernährungsumstellung. Also lieber in Wochen denken, statt die basische Ernährung gleich zu 100% mit der nächsten Mahlzeit oder den nächsten 4-5 Mahlzeiten integrieren zu wollen.

4. Mach die Beilage zur Hauptspeise!

Nimm zuerst die Beilage auf deinen Teller und danach erst die sogenannte Hauptspeise. Insbesondere im basischen Gemüse hast du die so wichtigen Vitalstoffe. Doch auch Kräuter und Saaten kannst du dir jederzeit gönnen. Beim Obst guck ein wenig auf die Menge, denn je nach Obstsorte ist der Fruchtzuckergehalt recht hoch.

5. Viel Trinken!

Hier sind vor allem stilles Wasser und ein leckerer BASENTEE zu empfehlen. Softdrinks und Alkohol führen langfristig eher in Richtung einer Übersäuerung, sind sie doch extrem sauer für unseren Organismus.

 

Fazit

Ein Start in die basische Ernährung ist leichter als gedacht. Sie besteht aus viel knackigem Gemüse, reifem Obst, basischer Kräuter und anderen lecker schmeckenden Lebensmitteln. Bei der Umstellung sollte man sich zuvor mehr mit Lebensmitteln beschäftigen und auf deren PRAL-Wert achten. Säurebildende Lebensmittel sollten nicht mehr als 20% ausmachen. Die basischen Lebensmittel hingegen 80%. Beim Weg dahin sollte man sich Zeit lassen. Denn wie heißt es so passend: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut!

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