Basisches Mandelmus selber machen
Basisches Mandelmus

Basisches Mandelmus selber machen ist leichter, als man denken mag. Man braucht im Prinzip nur drei Dinge: Mandeln, einen leistungsstarken Mixer und Zeit. ..und davon mitunter am meisten. Doch dazu später mehr.

 

Vorteile Mandelmus

Mandelmus ist, wenn keine saure Zutat mit verarbeitet ist, von Natur aus basisch. Es sind also keine weiteren Lebensmittel erforderlich, um aus Mandeln ein basisches Mandelmus zu zaubern. Apropos ‘Natur und Mandeln’… wusstest du, dass Mandeln keine Nüsse! Botanisch betrachtet sind es keine Nüsse. Sie sind die Kerne des Mandelbaums, der wiederum zu den Rosengewächsen gehört. Mandeln sind als Abkömmlinge der Rosengewächse also eher mit Aprikosen oder Pfirsichen verwandt, als mit Nüssen. Doch aufgrund ihres Geschmacks und ihrer Optik werden sie im für Nüsse gehalten.

 

Wofür Mandelmus?

Mandelmus kann man vielseitig für die tägliche Basenküche nutzen, so universell sind die Möglichkeiten!
As Brötchen- oder Brotaufstrich, für die Extra-Portion gesunder Fettsäuren im Müsli oder warmen Porridge. Ob als Ersatz für Butter, Käse oder Eier in Pancakes, Kuchen oder Cookies. Ob pur vom Löffel als gesunden Ersatz für Süßigkeiten oder mit Karotten- und Paprika-Sticks zum Snacken – Mandelmus ist hervorragend für die basische und vegane Küche!
Es funktioniert sogar als Käseersatz auf einer Pizza oder einem Auflauf. Auch die Konsistenz von Desserts oder Smoothies wird mit wenigen Gramm Mandelmus im Mixer herrlich cremig. Ebenso kann ein selbst gemachtes Mandelmus eine Möglichkeit für einen schnell gemachten Mandeldrink sein! Dazu einfach ein, zwei Esslöffel Mandelmus mit Wasser aufgießen, mixen – fertig ist der süße Mandeldrink! Wer mag, gibt noch ein, zwei Datteln und eine Prise Salz dazu. Schon ist die einfache, sonst durchschnittliche und basische Mandelmilch extra lecker und cremig!

Ein Mandelmus eignet sich natürlich auch hervorragend während des Basenfasten und selbst als Basis für ein Dressing kann man es nutzen!

Wie man Eier auch mit Bananen oder anderen Zutaten ersetzen kann, erfährst du HIER!

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Weißes oder braunes Mandelmus?

An sich ist’s ganz einfach: Die Mandel mit Haut, also die ungeschälte Mandel, ergibt braunes Mandelmus. Demgegenüber ergibt die Mandel ohne Haut, also die geschälte Mandel, das weisse Mandelmus. Grundsätzlich sind beide Varianten basisch und lecker. Auch enthalten beide Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Mineralien usw. Doch hat die ungeschälte Mandel mehr Vital- und Nährstoffe! Denn wie so oft in der Natur sitzen viele der gesunden Nährstoffe direkt unter der Haut. Wer mag, sollte daher diese Variante zubereiten.

 

Mandelmus – was braucht man fürs selber machen?

Klar, vor allem natürlich Mandeln. Wie viel du machen magst entscheidest letztlich du allein. Grob kann man sagen, dass ein halbes Kilogramm zwei große Gläser Mandelmus ergeben. Im Normalfall sollten 200 bis 300 Gramm also reichen. Dann eine Salzprise, ggf. etwas Mandelöl und einen leistungsstarken Mixer. Je leistungsstärker der Mixer, desto weniger Durchgänge braucht man bis man ein cremiges Mus hergestellt hat.
Mehr als diese maximal drei Zutaten braucht es nicht!

 

Tipps und Anmerkungen

Von der Mandel zum Mus

Mandeln werden nicht sofort zu Mandelmus! Im Mixer werden sie erst grob gehackt, dann feiner gemahlen. Zuerst sind es kleine Brösel, die nach und nach klumpig werden und durch das freiwerdende Mandelöl zu einem immer größeren Klumpen werden, bevor es dann schrittweise zu einem feinen Mandelmus wird! Manchmal macht es auch Sinn eine kurze Pause einzulegen, bevor das Mus zu warm wird.

Mandeln rösten

Der Vorteil von gerösteten Mandeln ist ihr Geschmack. Allerdings braucht es dafür natürlich einen Ofen. Doch für die, die gern Rohkost mögen und dementsprechend ihr Mandelmus in Rohkostqualität selber machen wollen, braucht es den natürlich nicht. Generell geht das Rezept für naturbelassene ebenso wie für geröstete Mandeln.

Aus braunen Mandeln weiße Mandeln machen

Du möchtest ein weißes Mandelmus machen, hast jedoch nur Mandeln mit Haut daheim? Keine Sorge: Du musst sie nicht umständlich schneiden und die Haut einzeln abpellen. Gib sie einfach in eine Schüssel und gieße heißes Wasser darüber. Nach rund zehn Minuten mit kaltem Wasser abschrecken. Dann kannst du die Mandeln einfach zwischen Daumen und Zeigefinger aus der Haut herausdrücken. Kein Schneiden, kein umständliches Abpellen – einfach nur flutschen lassen.

Wie bewahrt man Mandelmus auf?

Entweder an einem kühlen Platz in den Küchenschränken oder auch im Kühlschrank. Falls es darin fest wird, einfach einige Minuten vor dem Verzehr oder der Verarbeitung auf Zimmertemperatur kommen lassen.

Vorher in Wasser geben

Gib die Mandeln am besten über Nacht in eine Schüssel mit Wasser. Anschließend abgießen und mit etwas frischem Wasser nachspülen. So baut sich die enthaltene Phytinsäure ab und die Mandeln werden bekömmlicher.

Rezept mit anderen Nüssen

Das Rezept funktioniert für jedes Nussmus. Ob Haselnüsse, Macadamianüsse, Cashews usw.
Auch kann man damit exotische Varianten machen. Zum Beispiel “Cashews und Bananen”, indem man ein Stück Banane mit in den Mixer gibt. Eine ebenso leckere Variante ist “Haselnüsse mit Apfel und Zimt”. Und die, die es gern ungewöhnlich oder exotisch mögen, können auch mit Kräutern, Knoblauch oder Ingwer als Zutat experimentieren.

Der richtige Mixer

Empfehlenswert sind Hochleistungsmixer von Vitamix, Bianco, Kenwood, Omniblend usw. Doch auch Hersteller wie Philips, Bosch, Ninja etc. haben mitunter gute Mixer mit vier oder fünf Sternen im Angebot. Letztlich ist es auch eine Frage des persönlichen Geldbeutels, kosten manche Hochleistungsmixer mehrere Hundert Euro. Wie weit sich solch eine Anschaffung lohnt, muss man sich selbst beantworten.
Bei zu wenig Leistung kann es dauern, bis aus den Mandeln ein Mandelmehl und daraus dann ein Mandelmus wird. Oftmals bleibt es bei leistungsschwachen Geräten eher bei einer Art Mandelpüree, was immer etwas grob und stückig bleibt, was zwar auch schmeckt, doch nie ein feines Mandelmus wird.

Öl als Zugabe

Zwar braucht man nicht zwingend Öl dabei, da es Mandeln selbst enthalten, dennoch geben manche es für die ‘extra-Cremigkeit’ dazu. Bestenfalls greift man dann zu einem hochwertigen Mandelöl. Alternativ geht auch ein neutrales Öl wie Raps- oder Sonnenblumenöl. Eine angenehme Note gibt Kokosöl. Die Menge Öl richtet sich dabei nach der gewünschten Konsistenz.
Wer das Mus in Rohkost herstellen will, sollte beachten, dass durch die fehlende Röstung oftmals Öl zugegeben werden muss!

 

Zutaten – Rezept Mandelmus

250 Gramm Mandeln in Bio-Qualität (für ein mittleres Glas)

etwas Salz

 

Zubereitung – Rezept Mandelmus

Die Mandeln über Nacht, wenigstens aber 6 Stunden, zusammen mit Wasser in eine Schüssel geben. Abgießen, mit klarem Wasser nachspülen.

Die Mandeln für rund 20 Minuten bei 180 Grad Umluft im Ofen rösten. Die Mandeln dabei im Blick behalten, da der richtige Röstgrad schmal ist. Tipp: Wenn es nach gerösteten Mandeln duftet, dann können sie meist schon raus.

Die abgekühlten Mandeln in einen leistungsstarken Mixer geben und darin in mehreren Etappen mit kleinen Pausen verarbeiten.

Erst am Ende, wenn es ein schönes glattes Mandelmus ist, die Salzprise dazugeben.

Dann nur noch in ein sauberes Glas abfüllen und im Küchen- oder Kühlschrank aufbewahren.
Tipp: Das saubere Glas beim Röstvorgang mit in den Backofen geben, da die Hitze das Glas sterilisiert.

Guten Appetit!