Unterschied von Cassia- und Ceylon-Zimt

Zimt gehört bei uns mit zu den beliebtesten Gewürzen. Vor allem beim Backen findet er häufig Verwendung, wie schon allein die Zimtschnecke belegt. Doch auch für Milchreis, Brei, Müsli oder in Tees wird er häufig benutzt. So ist Zimt, trotz seiner ursprünglichen Exotik, heute bei uns ein übliches und überall im Einzelhandel zu kaufendes Gewürz. Vom Feinkostgeschäft bis zum Discounter kann man ihn finden. Was viele nicht wissen ist, dass es zwei Zimt-Typen gibt. Den Cassia-Zimt und den Ceylon-Zimt, dabei sind die Unterschiede gar nicht so ohne!

Zimt ist nicht Zimt

Den Unterschied von Cassia- und Ceylon-Zimt wird man mit bloßem Auge beim gemahlenen Zimt kaum feststellen können. Zwar ist der Cassia-Zimt etwas dunkler, doch müsste man dazu beide Sorten vor sich haben, um diesen Unterschied zu erkennen. Leichter erkennbar ist es bei den Zimtstangen des jeweiligen Zimt-Typs! Wo man beim Cassia-Zimt eine einzige, dicke, gerollte Rindenschicht sieht, so sind beim Ceylon-Zimt mehrere dünne Innenrinden des Ceylon-Zimtbaums zusammengerollt, wie auf dem Titelbild zu sehen ist. Hinsichtlich des Aromas unterscheiden sich die zwei Typen insofern, als dass der Cassia-Zimt eher kräftiger, schärfer und leicht süßlich schmeckt, wohingegen der Ceylon-Zimt ein feineres Aroma hat.

Der größte Unterschied der beiden Zimt-Typen ist jedoch ihr Gehalt an Cumarin. Cumarin ist ein natürlicher Inhaltsstoff von Zimt, der in höherer Dosierung im Tierversuch leberschädigend wirkt. Ceylon-Zimt enthält dabei von Natur aus weit weniger Cumarin als der Cassia-Typus. In Zahlen sind das nur circa 0,02 Gramm pro Kilogramm beim Ceylon-Zimt und immerhin 2 Gramm im Cassia-Zimt bei der gleichen Menge. Daher empfiehlt man für empfindliche Personen oder auch kleine Kinder den Ceylon-Zimt, da der Cassia-Zimt bei höheren Verzehrmengen eben zu Problemen führen kann. Laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kann 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ein Leben lang über Lebensmittel aufgenommen werden, ohne dass es ein gesundheitliches Risiko birgt. Erwachsene müssten sehr viele Lebensmittel mit Cassia-Zimt essen, um ihre Leber zu schädigen – bei einem 60 Kilogramm schweren Erwachsenen sind es zum Beispiel mehr als 120 kleine Zimtsterne täglich.

Bei Kleinkindern hingegen ist der Höchstwert jedoch relativ schnell erreicht: Ein Kind mit 15 Kilogramm Gewicht hat bereits mit sechs kleinen Zimtsternen oder einhundert Gramm Lebkuchen täglich die unbedenkliche Menge ausgeschöpft. Das BfR rät zu einem maßvollen Konsum und weist darauf hin, dass Cumarin auch als Inhaltsstoff von Softdrinks, Duftstoff in Kosmetika eingesetzt wird und es über Körperlotionen auch über die Haut aufgenommen wird. Die Gesamtmenge kann also mitunter schnell erreicht sein!

Zimt im Supermarkt

Wichtig beim Einkauf ist, dass die verschiedenen Sorten nicht verpflichtend gekennzeichnet werden müssen. Da jedoch der Ceylon-Zimt deutlich teurer ist, ist er zum einen über den Preis unterscheidbar, zum anderen sind Hersteller von Ceylon-Zimt immer daran interessiert, dass ihr Zimttyp im Handel erkannt wird, weshalb sie ihn wahrheitsgemäß als Ceylon-Zimt kennzeichnen. Generell empfehlen wir zusätzlich immer auf Bio-Qualität zu achten!

Über Cassia-Zimt

Der Cassia-Zimt stammt größtenteils aus China, weshalb er auch als ‚China-Zimt‘ bekannt ist. Die Zimtrinde ist wesentlich dicker als die des Ceylon-Zimt und ihr Geruch ist deutlich intensiver. Der Cassia-Zimt hat eine geringere Qualität hinsichtlich des Curmin-Gehalts. Daher findet er weitaus mehr Verwendung in der Lebensmittelindustrie, als der Ceylon-Zimt, welcher hochpreisiger ist.

Über Ceylon-Zimt

Der Ceylon-Zimt wird oft auch als der ‚echte Zimt‘ oder der ‚ursprüngliche Zimt‘ bezeichnet. Er stammt aus dem Inselstaat Sri Lanka, dessen ehemaliger Name ‚Ceylon‘ ist und wird heute teilweise auch im Süden Indiens angebaut. Er ist gegenüber dem Cassia-Zimt geschmacklich weitaus aromatischer, milder und weit weniger scharf. Grund dafür ist, dass der Ceylon-Zimt nur etwa 50-60 Prozent Zimtaldehyd in seinen Ölen enthält. Der Ceylon-Zimt gilt daher als der ‚edlere‘ Zimt und ist dementsprechend um ein Vielfaches teurer gegenüber dem Cassia-Zimt. Von daher wird er kaum im normalen Supermarkt oder gar Discounter zu finden sein, sondern meist ausschließlich bei Fachhändlern, wie Reformhäusern, Bio-Läden oder ab und an auch im gut sortierten Asia-Shop. Den Cumaringehalt bei Ceylon-Zimt schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als unbedenklich für die Gesundheit ein.

Fazit

Grundsätzlich sind beide Zimt-Typen als gesund und lecker anzusehen. Wer jedoch viel Zimt verzehrt, der sollte auf den hochwertigeren Ceylon-Zimt beim Einkauf achten, da der Cassia-Zimt wegen seines deutlich höheren Cumaringehalts schädlich sein kann. Auch hat der Ceylon-Zimt einen milderen und für viele Personen angenehmeren Geschmack.

Wir bei M. Reich verwenden genau aus dem Grund für unseren BASENTEE den hochwertigeren Ceylon-Zimt. Dank seines milderen Aromas passt er so ganz hervorragend in die Rezeptur. Und da wir natürlich alle Kräuter unseres BasenTee in höchster Bio-Qualität einkaufen, ist unser BasenTee für alle gesundheits-orientierten Teetrinker eine gute Wahl.

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